Ein Fazit: 4 Wochen Fructoseintoleranz und Essstörung unter einen Hut bringen

Fazit nach 4 1/2 Wochen Ernährungsumstellung: Das klappt tatsächlich besser als gedacht.

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Ich sollte jetzt vier Wochen komplett auf Fructose verzichten, was von Anfang an klar war, dass das nicht klappt. Mit einer Essstörung kann ich nicht mal eben von jetzt auf gleich auf 3/4 meiner Lebensmittel verzichten. Stattdessen habe ich alles auf ein Minimum zurück geschraubt, ohne mir Dinge zu verbieten.

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Man lernt bewusster wahrzunehmen, auf was für Produkte man besonders reagiert, auf welche vielleicht gar nicht und in welchem Maß sie verträglich sind. Kleinigkeiten, über die ich nie nachgedacht habe.

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Beispiel: Cola. Oh Boy gibt’s da Unterschiede. Ich bin ja ein Cola-Junkie, dass ist ja schon ewig so. Ich hab es die letzten Monate stark zurück geschraubt, in dem ich z.B keine Getränke mehr bestelle, aber hin und wieder gibt es Tage, an denen könnt ich mir nen Liter auf Ex geben. Dass, das auch mit Gelüsten bedingt durch die Hormone zu tun hat, ist keine Frage. Aber da stellte ich z.B krasse Unterschiede fest. Coca-Cola ist in „geringen Maßen“ über „längere Zeit“ okay. Fritz-Kola geht am besten, vor allem die ohne Zucker. Was sich sofort bemerkbar macht, ist Mio Cola. Die schlägt mir sofort auf den Magen-Darm-Trakt.

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Erdbeeren sind auch ein gutes Beispiel: Kann ich theoretisch ungesüßt eine Packung von essen, in dem Moment, wo extra Süße dran kommt, wird es schnell kritisch.

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Ich lerne meine Grenzen kennen und esse aktuell auch an sich viel weniger. Zudem probiere ich viel mehr Neues aus. Ich hab ja vor Jahren schon die Alpro-Choco-Soyamilch als Ersatz für Kakao gefunden. Soya/Hafer/Mandelmilch an sich konnt mich aber im Kaffee z.B nie überzeugen. Aber es gibt ja noch mehr als Kaffee, wo man Milch braucht. Wieso nicht da mal ausprobieren? Also hab ich jetzt bei Real ein Paket bestellt, um es einfach mal zu testen. Vielleicht wird es ja doch eine Alternative.

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Großer Punkt, den ich feststelle: Das Verlangen nach Süßigkeiten hat sich geändert. Ich hab viel Verlangen nach Süßem, was ich aktuell eigentlich immer mit dem Soya-Kakao ausgleiche. Aber nach „normalen“ Süßigkeiten gelüstet es mir gerade fast gar nicht. Zartbitterschoki ist eine Ausnahme und da esse ich dann aber auch absolut in Maßen, weil sie eben schnell, „genug ist“, vom Geschmack her. Kein bescheuertes: „ich fress eine Packung in fünf Minuten“, mehr.

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Es ist eine Wohltat, wenn man auch außerhalb von zuhause essen kann, ohne sich zu fragen, wie der Körper drauf reagiert, weil man einfach langsam ein Gefühl für Lebensmittel bekommt.

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Das einzige, was bleibt: Stress verschlimmert es! Wenn ich richtig gestresst bin, reagiere ich schneller auf die Dinge, als wenn alles tutti ist. An dem Punkt arbeite ich noch. 😉

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Ich bin froh wieder einmal auf mich und mein Bauchgefühl gehört zu haben. Hätte ich vier Wochen auf sämtliche Fructose verzichtet, wie mir die gesamte Welt erzählen wollte, so wäre ich ich an den Rande des Wahnsinns gekommen, weil ich mir alles hätte verbieten müssen.

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Ich habe mir nichts verboten, im Gegenteil habe ich sogar in Kauf genommen, Probleme zu haben, weil ich gerade Bock auf die eine Sache hatte. Was hätte es mir gebracht, sie mir zu verbieten und vorzuenthalten? Ich hätte Stunden oder Tage später dann zugeschlagen und das verbotene in noch größeren Mengen konsumiert. Dann wären die Probleme mutmaßlich auch noch viel schlimmer gewesen.

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Es ist noch ein langer Weg, dass alles auch zu verinnerlichen… aber der Anfang ist gemacht und das Gefühl für die Fructoseintoleranz, gepaart mit meiner Essstörung, entwickelt sich immer mehr zum positiven.

Veröffentlicht von Kleinekaeferin

25. Freiberuflich im Zirkus unterwegs und über die Hälfte ihres Lebens psychisch erkrankt. Alle Gedankengänge, die für Instagram zu lang sind, kommen in Zukunft hier hin.

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