Meine Gravity-Gewichtsdecke

Ich besitze nun seit drei Wochen diese Gewichtsdecke und bin so langsam bereit, ein Fazit ziehen zu können. Wozu man klar sagen muss: Ich besitze sie seit drei Wochen, habe sie aber nur zwei Wochen genutzt, weil ich sie im Krankenhaus nicht mit hatte.

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Im Großen und Ganzen kann ich sagen: Die Decke bleibt und geht nicht an den Verkäufer zurück. Man darf die Decke einen Monat testen und kann sie dann zurückschicken und erhält sein Geld zurück. Die Decke wird dann an einen wohltätigen Zweck gespendet. In meinem Fall bleibt sie bei mir.

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Die ersten Tage hatte ich Muskelkater. Keinen schlimmen, aber so einen leichten in den Armen und Beinen. Zu Beginn habe ich definitiv besser mit der Decke geschlafen, als mit einer normalen Decke. Ich würde sagen, vor allem das einschlafen fiel wesentlich leichter. Man fühlt sich irgendwie ein wenig umarmt, könnte man sagen.

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Dann kam der Break auf Grund des Krankenhausaufenthalt, weshalb ich eine Woche lang wieder eine normale Bettdecke hatte. Ich möchte keinen Vergleich ziehen, da ich in Krankenhaus eh einen ganz anderen Schlafrhythmus hatte und viele von den Angstfaktoren, die ich zuhause beim einschlafen habe, dort nicht vorhanden waren.

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Ich habe mich danach aber gefreut wieder unter meiner Gewichtsdecke schlafen zu können. Das klappte nun auch ein paar Tage gut, ich hatte auch das Gefühl, dass Albträume besser auszuhalten waren, vor allem wenn es uns wieder einschlafen ging.

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Allerdings musste ich feststellen, dass die Decke nichts ist, wenn man sich gesundheitlich nicht gut fühlt. Durch meine Schmerzen, die zurück gekommen sind, habe ich mich viel umher gewälzt und die Decke fühlte sich plötzlich tausendfach schwerer an und war nur noch unangenehm. Seit zwei Tagen schlafe ich also mit einer sehr dünnen Decke, statt meiner Gewichtsdecke, wobei ich diese am Fußende liegen lasse. Zum einen als „Barriere“ um mich sicherer zu fühlen und zum anderen um meine Füße darunter zu vergraben. Fühlt sich besser an, als die Füße nur unter der dünnen Decke zu haben.

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Gerade vor dem Hintergrund, dass ich gerade sehr viel mit starken Bauchschmerzen zu kämpfen habe und mich grundsätzlich unwohl fühle, kann ich die Decke in solchen Fällen nicht empfehlen. Wer unter sowas öfter leidet und dann noch 10% zusätzliches Gewicht auf sich liegen haben soll, wird wahrscheinlich nicht glücklich damit.

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Für die Zeiten, in denen es mir gesundheitlich gut geht, ich aber Probleme mit dem ein- oder durchschlafen habe, kann ich die Decke sehr wohl empfehlen. Auf mich hatte sie stets eine beruhigende Wirkung und ein paar „negative“ Verhaltensweisen sind tatsächlich auch stark zurück gegangen.

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Unter leichten Bettdecken fange ich ganz oft an, hektisch mit den Fuß zu wibbeln, also ihn in schnellen, kleinen Bewegungen von links nach rechts zu bewegen. Ebenso, wenn ich auf dem Sofa sitze. Außerdem neige ich zu „Jactatio corporis“, dem vor und zurück, oder seitlichem wippen mit dem ganzen Körper. Meist aus Stress oder Langeweile heraus, um meinem Körper eine Art Stimulation für‘s Hirn zu bieten.

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Ich hab den Versuch gemacht und siehe da: Wenn ich mir die Decke tagsüber auch auf‘s Sofa hole, lassen diese Verhaltensweisen deutlich nach oder lassen sich schneller unterbinden, ohne dass ich mich schlecht fühle. Im Bett gilt natürlich das Gleiche. Zappelige Verhaltensweisen werden minimiert, so wälzte ich mich mit der Decke nicht mehr stundenlang in den Schlaf, sondern drehe mich vielleicht drei, vier mal, bis ich meist auf dem Rücken einschlafe.

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Einen Faktor mag ich nicht unerwähnt lassen: Ich glaube, die Decke reguliert die Temperatur besser, als jede andere Decke. Ich war bisher immer eine absolute Nachtschwitzerin, konnte aber nie einschlafen, ohne nicht von Kopf bis Fuß bedeckt zu sein. Im Sommer habe ich oft nur mit Bettbezug geschlafen, weil mir alles andere zu warm war, allerdings konnte ich dafür auch wesentlich schlechter einschlafen.

Mit der Gewichtsdecke ist es mir nicht einmal passiert, dass ich stark geschwitzt, oder gefroren habe. Im Gegenteil: Gerade bei längerem wachliegen unter der Decke wurde mir nie zu heiß, oder zu kalt, sondern es war immer eine angenehme Temperatur zu spüren.

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Die Decke darf nicht als Wundermittel gesehen werden, im Gegenteil. Wenn man Glück hat, kann sie einen unterstützen um zur Ruhe zu kommen, wenn man Pech hat tritt aber auch der gegenteilige Effekt ein, wie z.B. bei mir, wenn ich mich physisch unwohl fühle.

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Ich persönlich werde meine Decke behalten und schauen, wie sich das ganze weiter entwickelt. Aus dem aktuellen Gefühl heraus, werde ich mich vermutlich freuen, wenn ich sie demnächst wieder nutzen kann, vielleicht werde ich aber auch in Zukunft immer mal wieder eine Pause von meiner Gewichtsdecke nehmen, um den Effekt nicht komplett zu verlieren.

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Für mich hat sie definitiv eine Besserung gebracht, allerdings würde ich jedem empfehlen ein paar Euro mehr in die Hand zu nehmen, um die Decke im Zweifel erstattet zu bekommen, wenn man sie nicht mag, oder sie für einen selbst keine Besserung bringt.

Veröffentlicht von Kleinekaeferin

25. Freiberuflich im Zirkus unterwegs und über die Hälfte ihres Lebens psychisch erkrankt. Alle Gedankengänge, die für Instagram zu lang sind, kommen in Zukunft hier hin.

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